Juden in Württemberg

Die bren­nen­de Stutt­gar­ter Syn­ago­ge in der »Reichs­po­grom­nacht«, 9./10. Novem­ber 1938

Die Ent­rech­tung und sys­te­ma­ti­sche Ermor­dung der deut­schen und euro­päi­schen Juden wur­de zur ein­schnei­den­den Zäsur in der jüdi­schen Geschich­te. Zwi­schen 1933 und 1945 ermor­de­ten Deut­sche mit einer Maschi­ne­rie der Ver­nich­tung, die sich in ihrer Men­schen­ver­ach­tung bewusst indus­tri­el­ler Metho­den bedien­te, plan­mä­ßig rund sechs Mil­lio­nen jüdi­sche Frau­en, Män­ner und Kin­der. Die Wahl von spe­zi­el­len Bezeich­nun­gen unter­streicht die Bei­spiel­lo­sig­keit die­ses Mas­sen­mords, der daher als »Holo­caust« oder »Sho­ah« bezeich­net wird.

Spott­bild auf Joseph Süß Oppen­hei­mer

Die gesam­te jüdi­sche Geschich­te nach 1945 muss vor dem Hin­ter­grund des Holo­caust gese­hen wer­den. Doch auch die Geschich­te vor 1933, die lan­ge Abschnit­te des fried­li­chen Zusam­men­le­bens und der Assi­mi­la­ti­on kann­te, steht im Schat­ten die­ses Völ­ker­mords.