1942

  • Ver­stei­ge­rung des Haus­rats der Depor­tier­ten
  • Sozi­al­recht­li­che Gleich­stel­lung von Juden und Zigeu­nern
  • Ablie­fe­rung aller elek­tri­schen Haus­halts­ge­rä­te

JANUAR

1. Janu­ar

Juden müs­sen alle Pelz- und Woll­sa­chen und Ski­aus­rüs­tun­gen ablie­fern (für die Ost­front)

20. Janu­ar

»Wann­see-Kon­fe­renz« über »End­lö­sung der Juden­fra­ge«: Orga­ni­sa­ti­on der Ver­nich­tung der euro­päi­schen Juden

Das Haus der »Wann­see-Kon­fe­renz«


FEBRUAR

14. Febru­ar

Auf­lö­sung der Aus­wan­de­rer-Bera­tungs­stel­len

15. Febru­ar

Ver­bot, ein Haus­tier zu hal­ten

17. Febru­ar

Ver­bot des Zei­tungs­be­zugs


MÄRZ

Beginn der »Akti­on Rein­hard«: Ghet­tos in Polen wer­den auf­ge­löst, die Bewoh­ner in den Ver­nich­tungs­la­gern ermor­det

13. März

Kenn­zeich­nungs­pflicht für jüdi­sche Woh­nun­gen

Wach­turm des Kon­zen­tra­ti­ons­la­gers Maj­da­nek


APRIL

24. April

Ver­bot der Nut­zung öffent­li­cher Ver­kehrs­mit­tel

26. April

Depor­ta­ti­on aus Stutt­gart: rund 285 Per­so­nen nach Iżbi­ca bei Lub­lin, Ermor­dung in den Ver­nich­tungs­la­gern Bel­zec und Lub­lin-Maj­da­nek, kei­ne Über­le­ben­den


MAI

12. Mai

Ver­bot für »ari­sche« Fri­seu­re, Juden zu bedie­nen

26. Mai

Ver­kauf deut­scher Volks­trach­ten nur noch an »Ari­er«


JUNI

2. Juni

Ers­te Depor­ta­tio­nen aus dem »Alt­reich« ins Ghet­to The­re­si­en­stadt

9. Juni

Abga­be aller ent­behr­li­chen Klei­dungs­stü­cke

11. Juni

Juden erhal­ten kei­ne Bezugs­kar­ten für Rauch­wa­ren mehr

30. Juni

Schlie­ßung sämt­li­cher jüdi­scher Schu­len

Im Ghet­to The­re­si­en­stadt


JULI

4. Juli

Beginn der Mas­sen­ver­ga­sun­gen in Ausch­witz

13. Juli

Depor­ta­ti­on aus Stutt­gart: rund 40 Per­so­nen nach Ausch­witz, kei­ne Über­le­ben­den


AUGUST

22. August

Depor­ta­ti­on aus Stutt­gart: rund 1100 Per­so­nen nach The­re­si­en­stadt, unge­fähr 50 Über­le­ben­de

26. August

Arbeits­ver­bot für deut­sche Haus­an­ge­stell­te bei Juden

Ankunft von Juden in The­re­si­en­stadt, 1942


SEPTEMBER

1. Sep­tem­ber

Gesam­ter Nach­lass ver­stor­be­ner KZ-Häft­lin­ge fällt an das Reich

18. Sep­tem­ber

Die Ver­sor­gung von Juden mit zuge­teil­ten Lebens­mit­teln wird ein­ge­stellt

24. Sep­tem­ber

Sol­da­ten dür­fen kei­ne »ari­schen« Frau­en aus geschie­de­nen Misch­ehen hei­ra­ten


OKTOBER

Depor­ta­ti­on aller im »Alt­reich« befind­li­chen jüdi­schen KZ-Insas­sen nach Ausch­witz

27. Okto­ber

Nach­fol­ge­kon­fe­renz zur »End­lö­sung«: Zwangs­tren­nung von Misch­ehen, Ste­ri­li­sa­ti­on von »Misch­lin­gen« geplant

weiter ⇒